Sonntag, 28. Dezember 2014

Rezension: Vertauscht


Titel: Vertauscht
Autor: Fiona Rempt
Preis: 14,90
Verlag: Verlag Urachhaus
Seitenzahl: 187
 

Pum und Yannick wurden nach ihrer Geburt im Krankenhaus verstauscht. Das erfahren sie an ihrem 13. Geburtstag. Ab da sind ihre Eltern der Meinung, dass die Kinder in der Lage sind selbst zu entscheiden, bei wem sie leben wollen, wen sie als die "echten" Eltern ansehen. Die beiden Mädchen könnten unterschiedlicher nicht sein, die aufgedrehte Pum ist genau so flippig wie ihre Eltern, Yannick hingegen ist sehr still und schüchtern. Als sie die Wahrheit erfahren, ist Pum sehr wütend auf ihre Eltern. Yannick stellt sich die Frage, was das alles für ihr künftiges Leben zu bedeuten hat. Schnell lernen sich die Mädchen kennen und und machen die Krankenschwester, die sie damals vertauscht hat, ausfindig. Um sich endgültig zu entscheiden wer bei wem leben will und wer wen als Eltern akzeptiert, haben Yannick und Pum die Idee den Urlaub mit jeweils der anderen Familie zu verbringen. So Fährt Yannick mit Pums besten Freundin und ihren Eltern nach Thailand. Pum besucht zusammen mit Yannicks Brüdern und deren Eltern die Oma in Ungarn. Wird der Urlaub wirklich so schön wie sie sich es vorgestellt haben? Wen akzeptieren die Mädchen als ihre echten Eltern? Und bei wem entschließen sie sich zu leben?



"Vertauscht" ist ein sehr einfach und schnell zu lesendes Buch, in das man sich sehr gut hineinversetzen kann. Die beiden Protagonistinnen sind unheimlich sympathisch aber teilweise auch ziemlich nervig. Der Schreibstil ist sehr flüssig und einfach, jedoch eher wie in einem Kinderbuch als in einem Jugendbuch. Die Idee wurde von der Autorin gut umgesetzt, auch wenn schon mehrere Leute vor ihr die gleiche Idee hatten.
Das Cover gefällt mir leider nicht so gut. Ich weiß nicht wieso, aber ich finde es nicht ansprechend. Für ein Kinderbuch wäre es aber durchaus passend.
Der Verlag gibt an, dass das Buch für Jugendliche ab 12 Jahre geeignet ist, ich persönlich bin aber der Meiung, dass man dieses Buch locker auch als zehn Jährige/r lesen könnte. Beim Lesen fühlte ich mich wirklich mehr, als würde ich ein Kinderbuch lesen als ein Jugendbuch.  Die beiden Protagonistinnen erscheinen auch viel jünger als sie sind, nicht wie 13 sondern eher wie zehn.
Das Buch besteht aus Tagebucheinträgen, was einerseits dazu beiträgt, dass man sich super in die beiden Charaktere hineinversetzten kann, andererseits ist es aber durch den ständigen Perspektivenwechsel sehr verwirrend. Obwohl Pum und Yannick sehr sympathisch sind, gingen sie mir in ihren Tagebucheinträgen teilweise ein bisschen auf die Nerven. Pum ist einfach viel zu aufgedreht und Yannick viel zu still. Bei dem Wort "cookie" das Pum ständig benutzt, bekam ich schon nach dem dritten mal leichte Aggressionen :D
Ich erwischte mich beim lesen ständig dabei, darüber nachzudenken, wer jetzt eigentlich wessen Tochter ist, und in welcher Beziehung die jeweils andere dann zu den Eltern stehen würde (ja, kompliziert, ich weiß, aber ich denke ihr wisst was ich meine :D ).
Alles in allem ein sehr schönes Buch, das ich aber eher Jüngeren empfehlen würde.
Zuletzt möchte ich dem Verlag Urachhaus ganz herzlich für das Rezensionsexemplar danken!

LG, Anto ♥

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