Sonntag, 4. Oktober 2015

Rezension: Der Ruf des indischen Elefanten


 
Titel: Der Ruf des indischen Elefanten
Autor: Patricia Mennen
Preis: 16,95€
Verlag: Coppenrath
Seitenzahl: 384 
 




Die 16-jährige Tara Harley lebt seit dem Tod ihrer Mutter in Irland bei ihrer Tante Nell und ihrem Onkel Fergus. Nach einem heftigen Streit mit dem jähzornigen Fergus beschließt Tara jedoch, ihre Heimat zu verlassen, um nach ihrem Vater zu suchen, den sie bislang für tot gehalten hat. In den Hinterlassenschaften ihrer Mutter findet sie einen Brief von einem Mann namens Henry Lawrence, der sich als ihr Vater ausgibt und vor ihrer Geburt als britischer Offizier nach Indien versetzt wurde.
Tara heuert, verkleidet als Küchenjunge George, auf einem Schiff an, das Kurs auf Bombay nimmt. Während der beschwerlichen Seereise freundet sie sich mit dem indischen Jungen Kareem an, der auf dem Weg zurück zu seiner kranken Mutter ist, und begleitet ihn bis in die nordindische Stadt Lukhnau. Dort arbeitet Henry Lawrence als Oberbefehlshaber der englischen Armee. Doch nicht nur Taras Beziehung zu Kareem nimmt mit einem Mal eine unerwartete Wendung, auch das Geheimnis um Taras Vater hält eine große Überraschung bereit …
(Quelle: Coppenrath Verlag)



"Der Ruf des indischen Elefanten" war mein erster historischer Roman,  den ich gelesen habe. Eigentlich wollte ich mich immer vor dem Lesen solcher Bücher drücken, aber für mich war nicht so ganz ersichtlich, dass es ein historischer Roman ist, als ich den Klappentext gelesen habe. Dafür ist das Cover aber total toll und ansprechend!
Leider zieht sich der Anfang des Buches etwas und man wartet die ganze Zeit darauf, dass Taras Reise nach Indien los geht.
Patricia Mennens Schreibstil ist locker und leicht, so dass man in die Geschichte eintauchen und diese leicht lesen kann.
Die Protagonisten, Tara und Kasim (keine Ahnung, wieso Coppenrath in der Inhaltsangabe Kareem draus gemacht hat) sind einerseits sehr sympathisch, andrerseits aber auch sehr naiv und kindlich. Sie handeln beide sehr spontan und unüberlegt. Ich habe mich die ganze Zeit gefragt, wie alt die beiden eigentlich sind. Ihre ständigen Auseinandersetzungen sind mit der Zeit auch ziemlich nervenaufreibend. Trotz ihrer Macken sind sie sehr liebenswürdig und man hofft das Beste für sie.
Mit der Ankunft von Kasim und Tara in Indien wird die Geschichte genau wie das Cover - bunt und aufregend. Es wird ein lebendiges Bild vom Indien des 19.Jahrhunderts gezeichnet.
Dennoch ist es ziemlich unrealistisch in diesem Zeitalter durch ganz Indien zu laufen und eine, bis dahin für einen unbekannte Person zu suchen. Es passieren ein paar zu viele Zufälle, jedes mal wenn für Kasim und Tara ein Problem auftauchte, kam die Lösung sofort vom Himmel gefallen.
Ich persönlich mochte die Kombination Indien und Historisch nicht so gerne. Das liegt aber wirklich an mir. Allerdingst lernt man viel über das historische Indien und auch viele Begriffe die damit zusammenhängen. Ein weiterer Punkt, der mich gestört hat, war das Magische Elefantenamulett von Tara, das bei Gefahr anfängt zu leuchten. Ich war etwas enttäuscht, weil ich nicht wusste dass mich eine Geschichte mit Fantasykomponente erwartet.
Trotzdem alles in allem eine nette Geschichte zum mitfiebern für zwischendurch!